Einen historischen Tiefstand…

BlueGerbil | 16. August 2010 06:51

…erreichte unsere Rennmaus-Population gestern, als Lotte im Alter von fast 3 Jahren verstarb. Aktuell lebt mit Checker nur noch eine Maus bei uns. Gute Reise, Lotte!

Lotte

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Garmin Oregon Firmware Update

BlueGerbil | 12. August 2010 09:02

Für die Garmin Oregon Geräte gibts neue Firmware-Versionen - für mein 300er Modell ist´s die Version 3.85 Beta.

Garmin Oregon x00 Firmware 3.85 Download

Changes made from version 3.81 to 3.85:

* Added multicaching support.
* Added Automatic Shaded Relief option.
* Added ability to set user declination direction.
* Improved accuracy of trip odometer.
* Fixed occasional shutdowns.
* Fixed issue with Oblique Mercator User grid.
* Problems with the software may be reported to OregonBeta@garmin.com.

Changes made from version 3.81 to 3.82:

* Added Geocache filtering. Select Setup > Geocaches to add custom filters.
* Fixed issue syncing with BaseCamp.

Changes made from version 3.80 to 3.81:

* Added brightness adjustments for BirdsEye imagery.
* Improved WAAS performance.
* Improved speed, trip odometer, and stopped/moving time data fields while in low velocity.
* Fixed issue with map POI’s showing twice for a single point.
* Fixed elevation profiles to always use the most detailed DEM data loaded.
* Fixed issue with calculator % function.

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Bretagne 2010

BlueGerbil | 18. Juli 2010 15:52

Die Bilder unserer Normandie/Bretagne Tour 2010 sind nun online - viel Spaß damit!

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Das Ende von BlueGerbil

BlueGerbil | 10. Juni 2010 14:01

Im Juni 2010 wurde BlueGerbil durch einen Unfall zerstört. Personenschäden oder Schäden am Eigentum Dritter gab es nicht, BlueGerbil wurde jedoch irreparabel beschädigt. GerbilsNest war ebenfalls in den Unfall verwickelt, ausser eine verbogenen Deichsel gab es hier jedoch glücklicherweise keine Schäden.

Ich danke Dieter, Jürgen, Stephane, Alex und Matthias von ganzem Herzen für die uneigennützige, schnelle Hilfe bei der schwierigen Bergung der beiden Fahrzeuge. Ich danke Kalle für den spontanen Fahrdienst, Randy für die schnelle, profesionelle Diagnose, Frank für die Überführung des Anhängers sowie der Firma Sibona, die mir geholfen hat, den ersten Abend nach dem Unfall zu überstehen.

Das es “irgendwie” mit einem anderen Fahrzeug weitergehen wird ist anzunehmen, ein paar Ideen für einen BlueGerbil 2.0 habe ich auch schon, aber für Genaueres ist´s noch zu früh.

Es gibt ganz bewußt keine öffentlichen Bilder des verunfallten Fahrzeugs, möge BlueGerbil so in Erinnerung bleiben, wie er uns viel Freude bereitet hat.


RIP my big, blue friend!

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Impressionen der Abenteuer Allrad Messe

BlueGerbil | 9. Juni 2010 09:43

Auch dieses Jahr waren wir an Fronleichnam wieder auf der Abenteuer Allrad Messe in Bad Kissingen - dieses Jahr am Stand von Global Offroad und SuperVision Europe.

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Forumstreffen in Sontra

BlueGerbil | 24. Mai 2010 23:54

Auf einem Fahrgelände in Sontra fand das diesjährige Treffen des Offroad Forums statt - trotz diverser Streitigkeiten im Vorfeld. Wir verbrachten mehrere sehr angenehme Tage dort und ein paar Fotos gibts natürlich auch:

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10 Jahre GeoCaching - 10 Cache-Typen an einem Tag…

BlueGerbil | 1. Mai 2010 23:56

Schon länger hatten wir die Idee, an einem Tag möglichst viele verschiedene Cache-Typen zu besuchen. Auslöser dieser Idee war folgende Zeile in meiner Geocaching-Statistik, welche anlässlich einer Cache- und Confluence-Tour durch die Niederlande entstanden ist:

Sechs Cachetypen an einem Tag…

Um´s mit den Onkelz zu sagen: “Wir haben noch lange nicht genug” - oder: Da muss doch noch mehr gehen! Also war das erste Ziel “Sieben mit einem Streich” - bei genauerem Prüfen kamen wir zu dem Schluss, das auch neun Cachetypen in Deutschland an einem Tag machbar sein müssten - “Alle Neune” war das kurzfristige Ziel - und dann kam das 10-jährige Jubiläum von Geocaching (der erste Cache wurde am 3. Mai 2000 versteckt) und damit ein neuer Cache-Typ. Die Caches vom Typ “Lost and Found” wurden anlässlich des Jubiläums eingeführt und sind spezielle Events, um dieses Ereignis zu feiern. Hmmmm, 10 Jahre, 10 Cache-Typen - schlüssiges Gesamtkonzept, oder?

Gesagt, getan, nach einer längeren Sitzung mit Kartensoftware und Geocaching-Website stand die Route und heute früh um 6 Uhr klingelte der Wecker - auf ging´s in Richtung Ulm. Dort und auf dem Weg dorthin wollten wir die 10 Cache-Typen “heben” - und ein paar weitere Caches als “Beifang” durften auch nicht fehlen. Und wir waren erfolgreich - folgende Caches machten die Liste komplett:

Earthcache Ewwerschter Düne am Ulvenberg - Dune of Eberstadt
Traditional Cache Am Roseneck
Webcam-Cache Bensheimer Marktplatz
Multi-Cache Hasen - Suche
Whereigo-Cache New Schlossgarten Bruchsal
Mystery-Cache Döner macht schöner
150 Jahre Bundesfestung - Obere Donaubastion
Virtual Cache Peter’s Place
Cache In Trash Out Event FORT mit dem Müll @ night
Lost and Found Event 10 Years Geocaching! Heilbronn, Germany

18 Stunden später war das Projekt geschafft und wir ebenso geschafft wieder daheim - ca. 670km waren auf dem Tacho, wir haben viel gelacht, ein paar tolle Caches gefunden, der Vorsatz (pardon, der FORTsatz), nochmal nach Ulm zum cachen zu müssen ist gefaßt, wir haben gut gegessen, bekamen die Getränke per Eisenbahn an den Tisch serviert, haben mit netten Cachern geplaudert und hatten alles in allem viel Spaß! Ein paar Bilder dürfen auch nicht fehlen…

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PNY Tagesbericht 12.-13. April 2010

BlueGerbil | 13. April 2010 13:45
12.04.2010: 186. Kurzmeldung (06:41 Uhr MEZ)

Warten, warten, warten. Zum Warten verdammt.

Haben derzeit extrem schlechtes Wetter.

Es stürmt und schneit draußen seit Tagen als ob Frau Holle stinksauer ist und ein Tief jagt das Andere. Mittlerweile meterhohe Verwehungen an den Häusern und zwischen den Containern, die hier überall stehen. Die Temperaturen sind zwischenzeitlich auf um null Grad gestiegen, alles ist nass.

Die Autos sind zwar bis auf die Montage der Pontons und Hydraulik fertig, an Aufbruch ist aber nicht zu denken. Keiner kommt rein oder raus, hin oder weg. Die Stürme haben Tschukotka fest im Griff. Noch nicht mal die russischen Vestichots (Kettenfahrzeuge) fahren.

Mittlerweile können auch die beiden Wassertrucks, die Uelen aus einer rund vier Kilometer entfernten Quelle mit frischem Trinkwasser versorgen, wegen des meterhohen Schnees nicht mehr zu dieser vordringen. Gestern wurde daraufhin das Brauchwasser (Wasserhahn Küche, Heizung, etc.) auf Salzwasser umgestellt. Die Trucks können nun nur noch einige hundert Meter auf die gefrorene Lagune rausfahren und holen durch ein Bohrloch Salzwasser für das Heizkraftwerk.

Die Tage der hier wartenden - mittlerweile dezimierten - kleinen Mannschaft sind geprägt von Disziplin. Sie ist das oberste Gebot und sichert uns ab. Rudi und ich halten uns mit eiserner Strenge daran, als Garant um trotz aller Eindrücke hier durchzuhalten. Das ändert aber nicht, dass um uns herum Dinge passieren, die wir nicht beeinflussen können. So haben wir uns mittlerweile wieder von einem Teammitglied trennen müssen. Wenn ich eines Tages das Buch schreiben werde, kann ich vielleicht noch besser erzählen was sich zutrug, was uns wiederfuhr, was belastete, welche Härten wir hier sahen und erlebten, wie sich scheinbar fügte was sich fügen soll - oder eben auch nicht.

12.04.2010: 187. Kurzmeldung (12:15 Uhr MEZ)

Durch den starken Südsturm ist das Eis von der Küste Uelens und rund um das Cap nach dem Bruch nun ca. 1-2 km abgetrieben worden. Bedrohlich liegt es “vor Anker”, scheint uns zu beobachten wie wir es. Dreht der Wind und kommt aus Nord, ist die Rinne binnen Stunden wieder zu.

In der Rinne tummeln sich derzeit hunderte von Möwen und Enten. Keine Ahnung wo sich die alle versteckt hatten, denn gesehen haben wir außer Hunden und erlegten Seehunden hier die ganze Zeit nur ein paar Raben.

13.04.2010: 188. Kurzmeldung (12:03 Uhr MEZ)

Gestern Abend war für einen ganz kurzen Moment Ruhe im Sturm.

Als gegen 20 Uhr der Wind fast schlagartig nachließ, die Wolken aufrissen, das Restlicht des Tages die Wasserrinne beleuchtete, war es täuschend angenehm. Das Wasser plätscherte, die Enten und Möwen schwammen. In der Nacht und heute Morgen dann wieder peitschender, eiskalter Nordwind. Die Rinne gibt es nicht mehr. Alles Eis. Das Wasser mit rund 35 Gramm Salz pro Liter fror in 12 Stunden wieder zu. Eis aus dem Norden drückt gewaltig nach.

An der Stelle wo gestern noch die Abrisskante war, saßen heute Morgen ca. zehn Jäger mit Gewehren im Anschlag und warteten darauf dass ein Seehund seine Nase durch ein Atemloch bzw. das berstende Eis nach draußen streckt. Volle Deckung bitte.

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PNY Tagesbericht 6.-9. April

BlueGerbil | 9. April 2010 19:50
06.04.2010: 184. Kurzmeldung (12:34 Uhr MEZ)

Tohatsu-Motor Nr. 2 läuft auch und der Umbau der Autos in der kleinen Garage geht weiter voran.

Allerdings gibt es Faktoren, die uns derzeit den Start zur Überquerung der Beringstraße nicht erlauben. Zum Einen müssen wir auf die Abfertigung durch den russischen Grenz- und Zolldienst warten, zum Anderen ist die Wetterlage derzeit alles andere als optimal.

Ein Sturm/Tief jagt das nächste. Heftige Winde aus Norden sorgen zwar für eine derzeit starke Eiskonzentration in der Beringstraße, lassen aber durch die Gesamtwetterlage keinen Aufbruch zu.

Wir warten.

09.04.2010: 185. Kurzmeldung (11:51 Uhr MEZ)

Also wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen das Bermuda ist da. Langsam wird es auch hier unheimlich.

Erst müssen wir Victor nach Moskau senden, wo er nur knapp den Terroranschlägen entgeht, dann ereignet sich gestern Morgen in geringer Entfernung zu uns ein Erdbeben (bei N 65.3 / W 170.7).

Wir kennen die Zusammenhänge noch nicht genau, aber die seismische Welle des Erdstoßes, der mit 4,7 gemessen wurde, scheint mit dafür verantwortlich zu sein, dass das Eis an der Küste Uelens in den Morgenstunden auf ganzer Länge abgerissen ist. “Ja leck mich am Ärmel!”

Um uns das besser anzusehen, haben wir heute eine ca. 10 km lange Wanderung entlang des Risses bis kurz vor “die drei Brüder” (eine Felsformation vor dem Cap) gemacht. Interesssant.

Dabei trafen wir auch auf einheimische Jäger, die das Abreißen des Eises zum Jagen und Fischen nutzen.

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PNY Tagesbericht 31.März-2. April 2010

BlueGerbil | 3. April 2010 19:47

31.03.2010: 180. Kurzmeldung (21:11 Uhr MEZ)

Uelen ist sicher anders als andere Ortschaften die wir bisher besuchten/durchfuhren. Hier scheint die Zeit, die Sprache, die Gewohnheit, das Leben andere Wege zu gehen. Das Leben, das sich hier sprichwörtlich auf der Straße abspielt …
Drei Einladungen wurden uns ausgesprochen, drei Besuche bei Menschen/Familien in Uelen wie sie unterschiedlicher nicht hätten sein können, drei Erlebnisse mit Eindrücken, die auch nachdenklich machen können.

Ansonsten vergehen die Tage mit den Arbeiten an den Wagen. Wir erleichtern die Autos wo es nur geht, bauen die Tankanlage um, ändern die Dachträger, öffnen die Dächer für den Notausstieg, bauen die Außenbordmotoren an, sortieren die Bauteile des Hebesystems, bereiten die Hydraulik vor, setzten die Schäden instand, die wir uns von Lavrentia bis Uelen eingefahren haben, usw.

Mittlerweile hat auch der Sturm, der eisigen Nordwind und gefühlte Temperaturen um -40°C brachte wieder nachgelassen. Dieser hatte Uelen seit einigen Tagen fest im Griff und riss an allem was nicht Niet- und Nagelfest war. Zumindest können wir uns nun auch wieder ohne Mütze und Jacke in unserer Wohnung aufhalten und ein paar Zentimeter der Fensterscheiben sind auch wieder aufgetaut nachdem Abertausende von Eiskristallen den Blick verwehrten.

Anbei ein paar Bilder des Umbaus und der Werkstatt, die unmittelbar auf den Strand gebaut wurde. Liegen wir unter den Autos, liegen wir sozusagen am/auf dem Strand von Uelen.

Die anderen Bilder zeigen tschuktschisches Essen und Schnitzkunst.

01.04.2010: 181. Kurzmeldung (01:37 Uhr MEZ)

Wie ungewöhnlich.

Ich gab Victor den Auftrag am zurückliegenden Sonntag, nachts den Zug von außerhalb nach Moskau zu benutzen anstatt Montagmorgen. Er traf in Moskau Stadt am Montagmorgen um ca. 7 Uhr ein und musste dann auf dem Weg zu einem Treffen mit der Deutschen Botschaft die Untergrundlinie nehmen auf deren Strecke nur rund eine Stunde später eine Bombe explodierte.

Wir hörten über mein Office zeitnah von den Terroranschlägen und waren sehr besorgt. Zumal wir zu dem Zeitpunkt keinen telefonischen Kontakt zu Victor aufbauen konnten. Dass sein Handy nur an der Pforte der Deutschen Botschaft lag erfuhren wird erst später. Alles gut - die Schutzengel und guten Geister fliegen anscheinend derzeit im Nonstop-Betrieb um ihn herum.

Wie positiv.

Heute Morgen dann ein klasse Start in den Tag. Zunächst traf eine außergewöhnlich gute Nachricht einer Behörde aus den USA ein, dann teilte Victor mir telefonisch mit auch in Moskau sei alles mit der US-Botschaft geregelt und dann erreichte uns - quasi als besondere Krönung - das Schreiben mit der offiziellen “Ausreisegenehmigung” der PNY-Expedition seitens der russischen Administration für den “Nichtgrenzpunkt” Uelen.

Wir wissen dieses Entgegenkommen sehr zu schätzen und bedanken uns dafür auch auf diesem Weg bei den beteiligten Personen, Ministerien und Behörden.

01.04.2010: 182. Kurzmeldung (10:14 Uhr MEZ)

Wie nervend. Warum sollte ein Tag auch ausnahmslos gut sein?

Manche Agreements scheinen nicht viel wert zu sein. So hat uns heute Mittag die Dame, von der wir die Wohnung angemietet haben, angerufen und uns mitgeteilt - nachdem wir zusätzlich zur vereinbarten Zahlung die ganze Wohnung gereinigt, die Wasserleitung der Küche repariert und die Toilette auf Vordermann gebracht haben - dass die Wohnung nun bitte wieder geräumt werden muss. Ja spinnt die Tante denn? Wir haben eine Vereinbarung für einen Monat. Man geht mir so was auf die Nerven.

Da sollen wir wohl ein bisschen ausgenutzt werden. Besonders weil sie uns - nachdem ich mich wieder aufregen durfte - am Telefon offerierte für eine Verdreifachung der Summe gerne in der Wohnung bleiben zu dürfen.

Wie auch immer. Wir werden die Wohnung nicht vor Ablauf der Vereinbarung räumen und erwarten - zum ersten Mal in Russland - Ärger. Hoffentlich gibt es ein paar Leute die ihr hier in Uelen oder in St. Petersburg wo sie lebt klar machen, dass das so nicht geht.

Die gute Nachricht:

Nach 1,5 Jahren ungeschütztem liegenden, stehenden, rüttelschüttel-Staub-und-Kälte Transports auf Anhängern, x-maligem Umlagern, Schnee und Eis, haben wir den ersten Tohatsu Außenbordmotor heute fertig angeschlossen und gestartet. Beim zweiten Mal Schlüssel umdrehen lief er. Einfach genial. Hoffen wir mal Nr. 2 macht morgen das Gleiche.

02.04.2010: 183. Kurzmeldung (11:47 Uhr MEZ)

Gestern Abend waren wir als Zuschauer bei den Tanzproben der Eskimotanzgruppe dabei und konnten uns über einen kleinen mongoloiden Jungen freuen, der in den zwei Stunden Tanz unglaublich viel lernte.

Die üble Situation mit der Vermieterin hatte sich tagsüber zunächst insofern regeln lassen, dass wir bis Ablauf des vereinbarten Monats zum vereinbarten Satz in der Wohnung bleiben. War ‘ne harte Nuss und Nerven hat es auch gekostet, aber na ja.

Heute dann das nächste Problem. Das GPS Spot Notsystem funktioniert nicht und die netten Leute der Herstellerfirma sind nicht in der Lage oder willens einen Rückruf durchzuführen, geschweige denn die Sache zu lösen. Man (die Expedition) hatte ja nur vor sich im Falle einer notwendigen Rettungsaktion darauf zu verlassen. Bin gespannt wie die das hinbringen wollen - ist auf jeden Fall unnötig wie ein Kropf wenn so ein Zeug nicht richtig geht und noch dazu dass man wegen dieser Typen, die sich nicht wie vereinbart melden, den ganzen Tag in der Wohnung rumsitzt, als hätte man nichts anderes zu tun.

Rudi hat die Zeit heute wenigstens genutzt und mit der Video-/Fotoausrüstung das örtliche Heizkraftwerk besucht. Er ließ sich erklären wie das hier funktioniert und durfte Einblick in Technik nehmen, die vieles hier am Leben hält. Es sind sehr nette Männer dort, die uns jederzeit willkommen heißen. Besonders Slava, der 70-jährige Chefheizer, der aussieht wie 55-60 und Muskeln hat wie ein 40-jähriger Fitnesstrainer ist aufgeschlossen. Das ein oder andere Mal schon saßen wir zusammen, tranken einen Tee, hören seine Geschichte, manchmal fällt auch lange kein Wort und jeder denkt den jeweils eigenen Teil.

Es ist eine eigene, spezielle Lebenssituation hier, auf dem rund zwei Häuserreihen schmalen Landstück zwischen Beringstraße und Lagune, auf der sich Uelen befindet. Die Menschen passen sich an und leben wie die Natur die Weichen stellt.

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Garmin Oregon Firmware 3.70

BlueGerbil | 1. April 2010 06:36

Für die Garmin Oregon x00 Geräte gibt´s eine neue Firmware, wahlweise per WebUpdater oder als direkten Download. Die Änderungen sind wie folgt:

Changes made from version 3.60 to 3.70:
- Added support for Garmin BirdsEye.
- Added mmHg pressure units.
- Added ability to change active track color.
- Added option to calibrate screen under Setup->Display.

Seite des Updates: http://www8.garmin.com/support/download_details.jsp?id=4051
Direkter Download: http://www8.garmin.com/software/Oregon_WebUpdater__370.gcd

Speziell der implementierte Support für Garmin BirdsEye ist interessant, sollte es damit doch einfach möglich sein, Satelliten-Bilder auf dem Gerät zu nutzen. We´ll see…

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PNY Tagesbericht 26. März 2010

BlueGerbil | 27. März 2010 08:39

26.03.2010: 178. Kurzmeldung (05:08 Uhr MEZ)

Gute Tage sehen anders aus.

Unerwartet mussten wir vorgestern unsere Unterkunft verlassen, weil die Person, bei der wir bisher wohnten, einen ankommenden aber dann doch nicht stattgefundenen Helikopterflug zur Mitreise benutzten wollte. Wir hatten nur wenige Stunden Zeit eine neue Bleibe zu finden und liefen entsprechend unruhig die Straße auf und ab, sprachen Leute an, fragten die Administration, die Wetterstation, etc. Schlussendlich schafften wir es, eine kleine, leer stehende Wohnung zu finden. Sie ist nun - nachdem wir diese in einer Hauruckaktion umräumten und von Grund auf reinigten - unsere neue Wohnung. Dann hieß es noch in der Nacht umziehen. Alles Equipment, Werkzeug, Kleidung, Schlafsäcke, Schuhe, die gesamte Rettungsausrüstung, etc. - na eben alles. Zuerst trugen wir so viel wie möglich jeder nehmen konnte und liefen an das andere Ende Uelens. Dann kam der Fahrer eines russischen Burans mit Schlittenanhänger und bot an zu helfen. Dann kamen Kinder und zum Schluss waren wir umringt von Personen, die die Sachen auf dem Schlitten hielten, begleiteten, trugen, kommentierten, halfen, etc.

In jedem Fall brachte der Umzug mehr Ruhe für das Team. Jeder hat nun einen Schlafbereich oder so ähnlich. Wir haben einen Tisch und ein Keramikteil, das mal eine Toilettenschüssel werden sollte mit Brausespülung. Na ja, wenigstens kein Toilettenwasser schleppen.

Dafür Frischwasser, das draußen angeliefert wird und welches wir dann mit Eimern in die Wohnung tragen.

Viel viel mehr aber als diese kleine Geschichte ärgern mich Vorgänge in Zusammenhang z.B. mit der US-Botschaft in Moskau. Da kannst du schier einen Flash bekommen, ob derer Haltung und Gebaren. Gestern war dahingehend wieder ein ganz besch***ner Tag. Nachdem wir einen netten Brief im Auftrag eines amerikanischen Supervisors erhielten, mussten wir sehr schnell handeln.

Die US-Botschaft in Moskau z.B. hat - offensichtlich ohne dass sie ansatzweise begreift um was es geht, geschweige denn Briefe richtig lesen kann - Victor Burstein, den Verdientesten von allen Helfern, ohne den die Expedition mit amerikanischen Wagen NIEMALS Uelen erreicht hätte, nach Moskau beordert um Papiere zu klären. Die Typen haben gestern doch tatsächlich einen Beweis gefordert, dass die Expedition existiert. Da glaubst du nicht dass es sowas gibt. Zuerst habe ich mich tierisch aufgeregt, dann gelacht. Es scheint mir ein Höhepunkt absolut geistiger Armut.

Victor ist also derzeit auf dem Weg von Uelen!! nach Moskau, weil die amerikanische Botschaft ja schließlich AMERIKA ist. Und dass es sich bei den Fahrzeugen um amerikanische handelt interessiert dort eh niemand.

Komisch nur, dass wir auf der anderen Seite mehr und mehr Anfragen amerikanischer Magazine und Newspaper erhalten, die die historische Leistung der Expedition mit den “so tollen amerikanischen Wagen” publizieren und beschreiben wollen. Ich antworte aber nicht, weil sich mir der Magen bei dem Gedanken umdreht, wie wir von einem amerikanischen Partner im Stich gelassen wurden, wie wir trotzdem durchhielten, wie Victor nun nach Moskau kriechen darf, usw. I think it`s a shame.

So stehen wir hier, 100 km vor Amerika und warten.

Derweil bereiten wir uns und die Wagen vor und haben in der Heizfabrik wieder mal duschen können (wobei ich verwundert war dass Rudi schon wieder duschen wollte. Er hatte vor ein paar Tagen erst das Vergnügen ;-)).

Ach ja: Für deftige Worte entschuldige ich mich bei denen, die es nicht betrifft. Wer will legt einfach ein “Biep” drüber. Und sollte sich jemand auf den Schlips getreten fühlen ob meiner Schreibweise, wird es wohl der bekannte “getroffene Hund sein, der bellt”.

26.03.2010: 179. Kurzmeldung (05:52 Uhr MEZ)

Niemals aufgeben und schon gar nicht lassen wir uns von der US-Botschaft in Moskau unterkriegen.

Gemeinsam mit ganz ganz speziellen Helfern und Freunden sitzt Victor heute in einer Maschine nach Moskau. Das ist ein Held. Das hätte keiner außer ihm, den top Leuten, die uns in Russland unterstützen und dem EE-Office einschließlich der Flugbörse in Deutschland geschafft. In zwei Tagen von Uelen nach Moskau.

Man, habe ich einen Prass auf diese Bürokraten.

Bilder aus Uelen, von den Überlebensanzügen und der Aufführung in der Schule gibts unter http://www.facebook.com/album.php?aid=156034&id=41595873841

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Von alten Caches und neuen Meilensteinen…

BlueGerbil | 21. März 2010 23:08

Heute früh waren wir mit Freunden zum Brunch im Racing House in Schaafheim verabredet - nett war´s! Gut gesättigt war danach noch eine kleine Cache-Runde angesagt, diesmal in Babenhausen. Renate wollte ihren 1500. Cache heben und dazu hatten wir uns den “Bawwehoise Railway cache” ausgesucht.

Der Cache bescherte uns einen Spaziergang durch Babenhausen, zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten, bei gutem Wetter war das richtig angenehm und machte Spaß. Der Final lag ausserhalb der Stadt und war eine geräumige Dose.

Warum betone ich das “hat Spaß gemacht” so? Der Cache wurde am 25. November 2002 gelegt (also 11 Monate, nachdem wir mit dem Hobby Geocaching angefangen hatten) - und ist damit der älteste, von uns noch nicht gefunden gewesene Cache in der Umgebung unseres Wohnortes. Aber primär ist der Cache eines: “Oldschool” - liebevoll ausgearbeiteter Text, sogar zweisprachig, interessante Orte, verbunden mit einem schönen Spaziergang - war´s das nicht, was Cachen “damals” ausmachte? Damals, als man noch 200km fuhr, um einen Cache zu finden, als es noch einen Hauch von “Abenteuer” hatte und nicht von “vor der Kneipe noch schnell 2 Dosen einsammeln”.

Nein, das wird jetzt kein “früher war alles besser”-Artikel! Natürlich freue ich mich über den einen oder anderen neuen Cache, der genau so liebevoll ausgearbeitet ist und einen an Orte führt, die man sonst vielleicht nicht gesehen hätte. Aber es nervt halt, wenn man dann in der “Homezone” neue Caches aufploppen sieht, deren Cache-Beschreibung weitgehendst frei von grammatikalischen Grundregeln gestaltet wurde, mitunter nur in Kleinbuchstaben und als Info da dann sinngemäß steht: “hier wahr noch kein cash, ich hab meinen ersten micro hier geleggt” - Danke für´s Gespräch! Wo darf ich die CD mit 74 Minuten Gelächter hinschicken?

Klar, ich bin bekennender Statistik-Cacher - ich mag FTFs, ich mag Cache-Runden mit vielen Micros, aber muss es denn immer mehr Schrott geben? Generation DSDS goes Geocaching…

Vor ein paar Tagen bin ich abends nochmal losgefahren, ein FTF in unmittelbarer Nähe der Gerbilhöhle wollte “gemacht” werden. Abends um 23 Uhr, am Wendehammer im Wohngebiet, 3m von nächsten Carport entfernt, stand ich dann mit meinem unauffälligen Kleinwagen (zum Glück hatte ich den dezenteren der beiden Jeeps dabei) und fummelte an einem Pfosten herum, der ein zusammengeknautschtes Logbuch enthielt.

Ja, ich freute mich über den FTF, aber dieser Cache war so unnötig wie´n Kropf. Wenige Tage später, gleicher Ort, ein schöner Brunnen - erster Gedanke: “Geht doch, der Cache “zeigt” uns was” - zweiter Gedanke: Da hat jemand nicht verstanden, das “Cache” was mit “Verstecken” zu tun hat. Der Cache-Behälter stand auf der Querstrebe einer Parkbank. Ja, er stand da, war nicht befestigt, nicht versteckt - jedes spielende Kind, das um die Bank herumläuft, hat die Dose direkt auf Augenhöhe. Um´s Twitter-gemäß zu formulieren: #fail!

Das waren nur zwei kurze Beispiele aus den letzten Wochen. Ich glaube, wir müssen im Frühjahr mal wieder ein paar Caches an schönen Orten machen, sonst macht das auf Dauer keinen Spaß mehr. Ein Anfang ist gemacht, 2 Tage Straßbourg stehen auf dem Programm, ein paar Caches, ein paar Waymarks, schön tafeln mit Freunden - das wird nett!

Auf jeden Fall herzlichen Glückwunsch an LilaMaus zu ihrem 1500. Cache! Auf die nächsten 1500, mein Schatz!

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PNY Tagesbericht 16.-18. März 2010

BlueGerbil | 18. März 2010 12:40
16.03.2010: 165. Kurzmeldung (22:30 Uhr MEZ)

4 Uhr. Haben 4,5 Stunden geschaufelt nur für den Ausstieg aus dem Canyon. Zwölf Tonnen Schnee umgelagert. ;-) Hang begradigt. Plackerei satt auf dem berüchtigten Zahnfleisch.

Noch ca. 60 km. Schlafen jetzt ne Mütze voll.

8 Uhr. Sonnenschein weckt uns, nur um uns in schönstem Licht den nächsten fiesen Hang vor uns zu zeigen – nein, das gibt‘s doch nicht.

Doppelt so lang wie der von gestern Nacht und genauso steil - oh man!

16.03.2010: 166. Kurzmeldung (22:50 Uhr MEZ)

Wie geil ist das denn?

Wir fuhren einfach rauf!

Dann nach ca. 1,5 km stehen wir jetzt bei Position N 65°57.574 / W 170°33.869 unterhalb einer Anhöhe schräg in einem Hang mit Kurs Nord. Es ist schönster Sonnenschein und rechts von uns öffnete sich eben zwischen zwei Bergen der wunderbare Blick auf die Beringstraße mit Radmanov Island (Big Diomende) genau in der Mitte. Der Hang in dem wir stehen fällt bis zur Beringstraße flach ab und geht direkt in Eis über. Warum biegen wir nicht einfach hier ab?

Links von uns deutliche Spuren von Wölfen. Ein Traum von Bild in einer traumhaften Landschaft.

17.03.2010: 167. Kurzmeldung (03:30 Uhr MEZ)

Haben weiteren Pass in Angriff genommen. Hängen aktuell seit drei Stunden kurz unter der Passhöhe. Schaufeln mit Sandblechen, abhängen, anhängen. Volles Programm. Dazu: F2 dreht nur noch bis 4000 1/min, F1 Motor nur noch bis 2500 1/min, danach ruckeln und absterben. Nehmen an Dreck im Tank.

Noch 40 km

17.03.2010: 168. Kurzmeldung (06:09 Uhr MEZ)

Nach insgesamt sechs Stunden haben wir eben die Passhöhe erreicht. Der Blick, der sich uns nun bietet ist gigantisch. Wir sehen in der Ferne das Ende Russlands, das Ende Asiens. Am Horizont liegen die letzten Berge vor der Beringstraße. Zum ersten Mal sehe ich also das Ende der Asienfahrt.

Hinter uns geht die Sonne unter und taucht alles in ein Meer aus rot/orangener Farbe. Laut Karte noch ca. 30 km und ein Pass.

Aktuelle Position: N 66°00.786 / W 170°26.039

17.03.2010: 169. Kurzmeldung (10:53 Uhr MEZ)

Ein Wettlauf gegen die Zeit hat begonnen. Laut Wettervorhersage werden wir morgen, Donnerstag, gegen Mittag von einem Sturm getroffen. Dieser bringt auch Schnee. Kämpfen gegen die Müdigkeit. Stehen aktuell in Flussbett bei N 66°01.777 / W 170°17.780

F1 ist nach vielen Anläufen den Hang hoch. Jetzt die Trailer und F2. Können nur winchen über 100 m.

Wind setzt langsam ein. Erste Böen treffen uns schon und lassen Schnee aufwirbeln. Hoffentlich schaffen wir es und stehen nicht noch Tage im Sturm. Noch ca. 22 km.

17.03.2010: 170. Kurzmeldung (19:46 Uhr MEZ)

Mussten gestern Nacht gegen 2 Uhr stoppen. Waren stehend okay. Ich konnte die Augen kaum mehr aufhalten. Vor allem nachdem wir nach fünf Stunden winchen und schaufeln den Flussausstig geschafft hatten.

Wir vereinbarten 30 min. schlafen, dann weiter. Leider schlief die “Nachtwache”, die wach bleiben sollte selbst ein, nachdem sie (nach eigenen Angaben ;-)) x-mal versuchte mich zu wecken.

Wie auch immer… Eben (6 Uhr) wachten wir auf. Es ist …

Traumwetter und… gerade beginnt die Sonne hinter den letzten russischen Bergen aufzugehen. Als steigt sie aus dem Beringmeer.

Wir sehen das Ende des Kontinents, die Beringstraße, Eis, Radmanov Island - klasse.

Werden jetzt noch frühstücken.

17.03.2010: 171. Kurzmeldung (21:47 Uhr MEZ)

Schon etwas bizarr. Von unserer aktuellen Position aus (N 66°02.949 / W 170°08.608) können wir zum ersten Mal “das echte Gestern” sehen (little Diomede / Alaska).

Sieht aus wie heute, aber das kann ja keiner wissen. ;-)

Noch ca. 17 km.

17.03.2010: 172. Kurzmeldung (23:10 Uhr MEZ)

8.47 Uhr. Erster Sichtkontakt mit Uelen. Am Horizont sahen wir für einen kurzen Augenblick die Häuser Uelens.

Noch 14 km.

18.03.2010: 173. Kurzmeldung (00:08 Uhr MEZ)

10.45 Uhr. Doch Wettlauf auf den allerletzten Metern. Das gibt es einfach nicht. Der für die Mittagszeit angekündigte Sturm schickt Boten um Boten. Der Wind nimmt zu, Wolken werfen Schatten. Bedrohlich kommen sie von allen Seiten, scheinen uns zu umzingeln. Sie scheinen immer tiefer zu kommen, wir “drücken” uns an den Boden, versuchen drunter durch zu flutschen, nicht eingeschlossen zu werden. es sind Schneewolken. Der Blizzard erwartet uns. Vereinzelt lässt er es schon schneien. Er droht uns wie es scheint.

Position: 66°05.036 / W 170°00.475

Noch 8 km.

18.03.2010: 174. Kurzmeldung (01:26 Uhr MEZ)

12.30 Uhr. 6 km vor Uelen. Der Blizzard beginnt. Noch 40 m Sicht.

18.03.2010: 174. Kurzmeldung (05:05 Uhr MEZ)

Welch eine Begrüßung, welch eine Begrüßung. Viele kamen, lachten, freuten sich mit uns. Die Autos erhielten die Unterschriften von mindestens allen Kindern aus Uelen ;-) und vielen anderen. Direkt wurde Lavrentia informiert dass wir angekommen sind.

Unsere Unterkunft wurde auch schon gesichert. Wir haben ein kleines Zimmer in einem Haus, das einer Bekannten von Victor gehört.

Das Team wird nun ein wenig rasten, dann so bald als möglich die Reparatur der Fahrzeuge in Angriff nehmen und Vorbereitungen für die Beringstraße treffen.

18.03.2010: 175. Kurzmeldung (09:41 Uhr MEZ)

20 Uhr. Haben Trailer vor Haus geparkt, für Autos eine Box gefunden, etwas Warmes gegessen. Gehen jetzt schlafen. Für morgen haben wir schon eine Einladung in die Schule zum Vortrag. Müssen außerdem verschiedene Behördengänge erledigen, etc.

Danke an Russland

Ich zögerte bis zuletzt, ABER es sieht so aus als ob uns das Ankommen vergönnt wäre. Noch 2 km.

An diesem Tag, dem Tag an dem wir das Ende Russlands und damit das Ende Asiens erreichen werden, möchte ich zunächst einen Dank an Russland schreiben:

“Persönlich und stellvertretend für alle, die bisher dabei waren und für alle, die dabei sein werden, verbeuge ich mich heute tief vor den Menschen Russlands und ich danke der Regierung/Administration dieses Landes. Danke dass Sie alle der Expedition „Paris / New York – Transcontinental“ die Ehre zuteilwerden ließen Ihr Land so zu durchfahren und derart viele unglaubliche Erlebnisse zu sammeln. Ich werde nicht vergessen was Sie der PNY-Expedition ermöglichten. Es ist das große Herz Russlands, das eine derartige Gastfreundschaft zu geben vermag, wie ich sie sonst noch nirgends auf der Welt fand. Es ist die russische Tradition, die Kultur, die Menschen, die alle Achtung, Respekt und Ansehen verdienen.

Es ist eine besondere, eine außergewöhnlich bedeutende Kultur.”

Danke.

Matthias Jeschke

Danke an Uelen

Im Moment sind es Sprachfetzen, Wörter, halbe Sätze oder auch mal ganze Formulierungen, die mir durch den Kopf schießen.

Es ist Zeit geworden für ein paar Gedanken – heute.

Im Radio meines Wagens laufen Lieder, die mich seit Jahren begleiten. Es ist angenehm warm im Wagen, die Gedanken schweifen.

Ab und zu nur werde ich an daran erinnert wie unbedeutend die paar Millimeter Blech und Glas um uns herum sind, die - wenn die Motoren nicht laufen würden - den bis zu 75° Temperaturunterschied, den wir schon hatten nur für Minuten halten könnten.

Es gibt sicher Viele, die das was wir machen für sinnlos erachten. Es wird Menschen geben, die uns belächeln und es gibt sicher Menschen, die wir/ich verärgerte(n) während der Fahrt bis Uelen.

Das kann sein und ich möchte mich hiermit bei denen, die wir wissend oder unwissend verärgerten entschuldigen, stellvertretend und persönlich.

Ob wir bei dem anstehenden Versuch der Beringstraßenüberquerung scheitern werden oder nicht, ob man uns verteufeln wird oder nicht, ob man über uns/mich lachen wird oder nicht, eines haben wir in jedem Fall erreicht: viele Menschen lernten einander kennen, leisteten außergewöhnliches und waren Teil einer besonderen Fahrt. Diese Kontakte, Treffen, Gespräche, etc. haben Erinnerungen hinterlassen, bei jedem Einzelnen. Und wenn es nur ein ganz kleines bisschen geprägt hat, etwas ist hängen geblieben - ein Stück Verbindung der unterschiedlichsten Kulturen auf dem langen Weg an das Ende Asiens.

Es ist ein Verdienst aller Menschen ab Paris, es ist eine Fahrt Aller, die dabei waren oder mithalfen, persönlich oder in Gedanken, aktiv oder passiv. Ich hoffe jedem Einzelnen von Ihnen bisher das Gefühl der Dankbarkeit gegeben zu haben. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, so möchte ich bitten auch dies zu entschuldigen und hole das hiermit nochmals ausdrücklich nach.

Es sind kleine, große, außergewöhnliche und unglaubliche Leistungen, die die unterschiedlichsten Menschen dieser Fahrt zuteilwerden ließen.

Ich kann alle denen das Projekt bis hierher dank schuldet nicht aufzählen, es sind zu viele. Aber ich möchte stellvertretend für alle, die Außergewöhnliches beitrugen, die Geschichte eines kleinen Jungen erzählen:

Er kam in einem Dorf, das wir durchfuhren, auf mich zu. Er war dick vermummt mit seiner Mutter von irgendwo durch die Kälte gelaufen um uns zu treffen. Als er an meinem Wagen ankam, streckte er mir seine Hand entgegen und als ich richtig hinsah, sie greifen wollte um sie zu schütteln und ihm hallo zu sagen, bemerkte ich dass er mir nicht seine Hand geben, sondern ein Geschenk machen wollte. In seinem dicken Handschuh lag ein kleiner Talisman.

Er wollte mir Glück schenken.

Dieser kleine Mann, der dabei bis über beide Ohren zu strahlen schien, schenkte der Expedition und mir ein Stück Glück. Wie glücklich ich über diesen Moment war wird er evtl. nie erfahren, aber wie außergewöhnlich seine Leistung war, sollen andere wissen.

Denn aus dem Blick eines Kindes zu warten bis Fremde kommen, mit Autos, die man bestaunen oder vor denen man Angst haben kann, dann dick angezogen durch die klirrende Kälte zu stapfen, auf einen wildfremden Mann zuzugehen, ihn anzulachen und ihm, der nichts, aber auch gar nichts für ihn getan hatte zu beschenken, das ist außergewöhnlich. Er wusste nicht dass ich zwei Söhne habe, die mich viel zu lange nicht sahen und wie sehr ich jeden Tag an sie denke, sie vermisse. Er wusste nicht welche kraft ich aus seiner Handlung, die er mir zuteilwerden lies ziehen konnte um durchzuhalten, aber er hatte einen besonderen Beitrag geleistet, als ich mich zu ihm beugte und das Geschenk dankend annahm.

So bedeutend wie die Leistung dieses kleinen Jungen war, so haben viele, viele, viele, viele Erwachsene Dinge getan, die bewegten, die erfreuten, die halfen, die Brücken bauten, die verbanden, die Grenzen verschwinden ließen und Hindernisse überwanden.

Ich danke Ihnen/euch allen.

Herzlichst, Matthias Jeschke

P.S.: Aktuelle Position beider Fahrzeuge und Trailer seit 13:45 Uhr: N 66°09.017 / W 160°49.931 = 200 m vor Uelen. Uns ist nicht bekannt, dass je zuvor ein anderes Fahrzeug aus Paris kommend, aus eigener Kraft und über die Südroute - noch dazu mit Anhängern - Uelen erreichte.

Aktuelle Bilder gibt es unter http://www.facebook.com/album.php?aid=154225&id=41595873841&ref=mf

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Neue Dämpfer

BlueGerbil | 17. März 2010 09:27

Heute war “Stoßdämpfer ausmessen” an BlueGerbil angesagt, da die Hinterachse neue Dämpferaufnahmen bekommen soll. Danke an Joe für den Stapler!

BlueGerbil

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