Whibbit - ein neues Groundspeak Projekt
BlueGerbil | 14. März 2010 11:09Jeremy, Gründer von Groundspeak, dem Betreiber von GeoCaching.com, hat ein neues Projekt am Start: Whibbit.
Whibbit wird eine Social-Media-Anwendung werden, die es erlaubt, den eigenen Standort anzugeben, Fragen zu stellen und diese von anderen Anwendern in der Nähe beantwortet zu bekommen. Also eine Location-Based-Spontan-Wikipedia mit Twitter, Facebook und FourSquare-Integration
Interessant daran auch die Aussage von Jeremy: “For the geocachers, we’re using this as a testbed for social networking integration for Geocaching.com as well. We’ll have more Facebook and Twitter integration with Geocaching.com in the near future.”
Das läßt hoffen, das die Geocaching-Seite ein paar nette Social-Media-2.0-Features bekommt. Das würde uns twitternden, reisenden Geocachern mit Facebook-Account doch sehr entgegenkommen. Wahrscheinlich komme ich dann um ein Smartphone doch nicht herum.

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PNY Tagesbericht 9.-12. März 2010
BlueGerbil | 12. März 2010 07:5709.03.2010: 154. Kurzmeldung (02:19 Uhr MEZ)
Wir fahren jetzt in die Stadt. Von hier aus sind es noch 80 km Luftlinie bis Uelen.
Wir werden jetzt erstmal 2-3 Tage Autos instand setzen und dann versuchen am Ende der Woche aufzubrechen.
10.03.2010: 155. Kurzmeldung (20:16 Uhr MEZ)
Es war ein sehr freundlicher Empfang, den wir hier in Lavrentia erlebten. Der Chef der Administration empfing uns unmittelbar nachdem wir in die Stadt eingefahren waren. Alles wurde sofort für uns organisiert, eine kleine Wohnung mit Küche, eine warme Box in der wir die Autos reparieren können (und einen Teil heute auch schon erledigten wie z.B. Vorderachsen schweißen, Räder umbauen, Batterie wechseln, alles kontrollieren, etc.).
Wirklich klasse. Eine sehr herzliche Aufnahme in dieser besonderen Stadt am Ende Tschukotkas. Morgen sind wir eingeladen einen kleinen Vortrag im Kulturcenter der Stadt zu halten.
Derzeit planen wir am Wochenende nach Uelen aufzubrechen.
12.03.2010: 156. Kurzmeldung (05:59 Uhr MEZ)
Heute besuchten wir auf Einladung noch die Schule hier und sprachen mit ca. 80 Kindern, die unseren kleinen Vortrag besuchten. Im Anschluss lud man uns noch zu vorzüglichem Essen in der Schulaula ein.
Langsam gehen auch die Vorbereitungen für die Absicherung der Beringstraßenüberquerung in die entscheidende Phase. Wir prüfen, vervollständigen gerade das Notfallequipment. An den Wagen müssen wir nun noch die Tanks aus-/einbauen, um die Kraftstoffpumpen zu reinigen, die Radlager der Trailer kontrollieren/einstellen, volltanken, einkaufen und dann versuchen wir am Sonntagvormittag aufzubrechen.
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Ein schneller FTF…
BlueGerbil | 11. März 2010 23:55…am Abend ist erquickend und labend - oder sollte es zumindest sein. Immerhin ein FTF war´s beim neuen Geocache Am Gockert - aber von “erquickend” konnte nicht die Rede sein. Ein Wendehammer im Wohngebiet, der Cache keine 3 Meter vom Carport eines Anwohners entfernt, ich rollte Punkt 23 Uhr dort an, zum Glück mit dem leiseren und dezenteren Jeep, aber es hatte trotzdem was von “Präsentierteller”. Anyway, gefunden, geloggt, heim - wieder ein sinn- und liebloser Cache abgehakt und die eigene FTF-Liste gefüttert.
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PNY Tagesbericht 8. März 2010
BlueGerbil | 8. März 2010 18:4708.03.2010: 152. Kurzmeldung (06:56 Uhr MEZ)
8 Uhr. Sind aufgebrochen. 15 km auf Eis und einer Landzunge liegen zwischen uns und Lorino. Hoffen wir dass wir es heute schaffen.
16.30 Uhr. Nach 11 Tagen in Schnee und Eis, auf einer Gesamtstrecke, die nach unseren Informationen noch niemals zuvor von Autos und dazu noch mit Trailern und aus eigenem Antrieb zurückgelegt wurde, vier Mann auf sich alleine gestellt, erreichten wir soeben Lorino. Da uns das viele nicht zutrauten, sind wir schon ein bisschen mehr als zufrieden.
17.30 Uhr. Nach einem herzlichen Empfang mit jeder Menge Kindern, nach der Registration und Kontrolle der Papiere, brechen wir jetzt wieder auf nach Lavrentia. 43 km.
08.03.2010: 153. Kurzmeldung (12:56 Uhr MEZ)
24 Uhr. Wir haben den Randbezirk von Lavrentia erreicht. Aktuell stehen wir drei Kilometer vor der Stadt auf einer Anhöhe (aktuelle Position: N 65°35.577 / W 171°04.660) und haben uns entschieden hier zu übernachten, morgen früh erst in die Stadt zu fahren.
An dieser Stelle noch ein Dank an Valeriy, ein super Typ. Ein Mann, der sich nichts daraus machte dass Andere ihn für verrückt erklärten als er sich entschied die Expedition zu begleiten.
Danke dass du eingesprungen bist. Wir sind sehr gerne mit dir unterwegs gewesen, du warst ein guter Kamerad, hart im nehmen und sehr zuverlässig. Danke für deine fröhlich Art und deine gute Laune! Valeriy wird nun nach Providenia zurückkehren und Konstantin Savva wird anstelle seiner das Team komplettieren. Damit bleibt es bei der hälftigen Aufteilung Russland/Deutschland im Team.
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Das es thematisch von Geocaching zu GPS und damit zur Positionsbestimmung nicht weit ist, ist offensichtlich. Aber auch im übertragenen Sinne kann man Positionen bestimmen und Routen planen…
Gerade wurde der 1000000. Geocache auf GEOCACHING.COM gelistet, der zehnte Geburtstag dieses Hobbies steht uns in zwei Monaten bevor (3. Mai, Infos zur Geschichte des Geocaching gibt´s hier) und auch bei uns erwacht langsam wieder der Wille, der Cache-Starre des Winters neue Taten folgen zu lassen.
Seit dem 25. Dezember 2001 sind wir nun dabei, also etwas mehr als 8 Jahre jagen wir die großen und kleinen Dosen zwischen Nordkap und Dubai, zwischen Fuerteventura und Ungarn. Unser erster gefundener Cache (ein FTF übrigens), GC2C62, erfreut sich nach wie vor bester Gesundheit, einige der “alten” Schätzchen sind nach wie vor aktiv und werden fleißig gefunden. Unser ältester gefundener Cache war übrigens GC40.
Alles in Butter also? Mitnichten, leider. Ich falle jetzt nicht in das häufig zu lesende Gejammer ein, das “früher alles besser war” - das war es subjektiv gesehen zwar, aber das hilft aktuell auch nicht weiter. Es fällt mir schwer, mich über lieblose Leitplankenmicros zu beklagen, wenn ich genau diese zum Auffüllen der eigenen Statistik, für den schnellen Cache auf der abendlichen Heimfahrt so häufig suche. Es fällt mir schwer, mich über unzugängliche T5-Klettercaches zu beklagen, es ist vielmehr ein Ansporn, die Abnehmerei zu forcieren und ansatzweise zu alter Form zurückzufinden. Rätselcache, die Cache-Plage des neuen Jahrzehnts? Eigentlich auch halb so wild, meine Frau liebt die Teile, das ist eine wunderbare Arbeitsteilung.
Vielmehr gehen mir die “Kleinigkeiten” auf die Nerven. Das fängt an mit dem endlosen Gewinsel mancher Cacher-Kollegen im GeoClub, sinnfreie und schädliche Abstimmungstools, Cacher, die ihre Schulden erst nach Wochen zahlen, die Anti-Kommerz-und-Anti-Groundspeak-Bigotterie diverser Cacherkollegen, die ihre eigenen, spendenfinanzierten “Alternativ-Plattformen” trotz der Unterstützung irgendwelcher obskuren Wanderverbände nicht ans Laufen bekommen und mit gelungener 1998-Optik der Website und inhaltlicher Leere außer viel Geklapper nichts erreichen uvm.
Wer mich kennt, weiß, das mir so was eigentlich am dicken Fell vorbeigeht bzw. an diesem abperlt. Genau so ist es! Es nervt zwar, aber davon werde ich bzw. wir uns nicht den Spaß am Cachen verderben lassen. Nennen wir es verspäteten guten Vorsatz zum neuen Cache-Jahr oder ein klares “Ja zum Weitercachen” - auch wenn sich diese Frage eigentlich nie stellte.
Was sich sicherlich ändern wird: Mehr “Qualitätscaches”, mehr körperlich anspruchsvolle Caches, die eine oder andere Idee für Cache-Aktionen haben wir ja schon (Projekt “Alle Neune” z.B.), aber auch endlich mal “100 Caches am Tag” in die Tat umsetzen - und natürlich gibt es “neue” Länder zu entdecken, für 2010 steht Liechtenstein und Monaco auf dem Programm, Korsika soll im Rahmen unseres Sommerurlaubs “becacht” werden und auch die Alpentour 2010 wird wieder unter dem Motto “Hochalpiner Dreikampf - Jeepen, Cachen, Schlemmen” stehen. Es bleibt also spannend! Und es geht auch sehr gut ohne Verbände, Neinsager und Bedenkenträger. In diesem Sinne: Weitermachen, Gas geben, es gibt noch viel zu entdecken!
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PNY Tagesbericht 5.-7. März 2010
BlueGerbil | 7. März 2010 12:42Mehr neue Fotos auf http://bit.ly/auCc7D


05.03.2010: 141. Kurzmeldung (01:46 Uhr MEZ)
7 Uhr. Der Sturm hat für kurze Zeit etwas nachgelassen. Das gab uns die Möglichkeit in fünf Stunden den Lüfter von F2 zu reparieren. Wir müssen F2 noch besser mit Schnee zu schützen, einen Toilettenschutz bauen (Iglustyle), auch um unter zumindest erträglicheren Bedingungen nachtanken zu können, wenngleich es immer noch heftig ist. Wir haben die Standsituation aber verbessern können.
Ein Aufbrechen ist jedoch nach wie vor nicht möglich. Die Sicht liegt bei unter zehn Metern.
Das Team ist wohl auf, die Stimmung gut, die russisch-deutsche Freundschaft sehr stark, ausgezeichnete Kameradschaft. Die Motoren laufen. Position unverändert.
05.03.2010: 142. Kurzmeldung (20:46 Uhr MEZ)
6 Uhr. Nach der dritten Nacht am dritten Tag hat der Sturm heute Morgen nachgelassen. Es ist weniger Schnee in der Luft. Die Sicht beträgt ca. 50-60 m.
Wir werden beginnen die Autos auszugraben, die Achsen und Getriebe mit dem Webasto-Heißluftstrahl aufzutauen (das Öl ist gefroren, so können wir nicht los). Das wird ca. acht Stunden dauern. Danach - sollte das Wetter so bleiben - versuchen wir hier wegzukommen.[/quote]
06.03.2010: 143. Kurzmeldung (01:29 Uhr MEZ)
11 Uhr. Wir haben F1 ausgegraben und versuchen eine Spur zu machen. Die Brennerlampe geht nicht. Der Sturm bläst auch den Webastostrahl weg, den wir versuchten auf die Achsen zu lenken. Also können wir das Öl nicht erwärmen – wir müssen es so versuchen.
Die Sicht ist bisher stabil bei ca. 50 m. Hoffentlich schaffen wir den “Ausbruch”
14 Uhr. Wir sind gestartet.
06.03.2010: 144. Kurzmeldung (05:46 Uhr MEZ)
Der Ausbruch ist geglückt. Wir arbeiten uns Meter für Meter vorwärts. Soeben haben wir zwei schwierige Eispassagen geschafft und damit eine sehr schmale Landzunge erreicht.
Aktuelle Position: N 65°13.176 / W 172°12.393
06.03.2010: 145. Kurzmeldung (09:39 Uhr MEZ)
20.30 Uhr. Gerade haben wir nach einer schwierigen Schrägfahrt und einem Anstieg mit vielen Schneeverwehungen vom Ufer zur Strandpromenade, eine Pause gemacht. Wir haben einen warmen Kaffee getrunken und etwas gegessen.
Draußen stürmt es wieder wie verrückt und wir drehen auch auf, aber diesmal die Musik. Nach den letzten Tagen der Gefangenschaft und dem heutigen Ausbruch freuen wir uns einfach mal. Wir drehen also die Musikboxen auf bis zum Anschlag und schicken uns ein Lied nach dem anderen über Funk.
Dank Christoph hat Rudi einen schier unendlichen Vorrat an Songs aller Richtungen und ich habe auf der Festplatte von F1 genügend Songs um Hitparade zu machen. Na ja, muss halt auch mal sein.
Geil auf jeden Fall dass wir aus dem Schneelager raus sind. Mal sehen ob wir den Pass, der vor uns liegt schaffen.
Vor ca. 3 km hatten wir bei einem Stopp noch festgestellt dass das vordere obere Achslager an F2 ausgebrochen ist, der Langarm rumschlackert. Na ja, wie immer müssen Gurte und Kupferdraht her, eine Portion Kraft zweier Männer, etwas Glück, ein Windschutz, eine Stunde Zeit und das Ding ist so gut wie geschweißt - halt nur mit Stoff. Mal sehen wie lange es hält.
Das Team ist wohl auf. Unsere aktuelle Position: N 65°15.710 / W 172°12.030
06.03.2010: 146. Kurzmeldung (13:15 Uhr MEZ)
23 Uhr. Stark: Bei Schneetreiben, Wind, in der Nacht und teilweise null Sicht haben wir die Passhöhe bei N 65°17.119 / W 172°13.385 erreicht.
06.03.2010: 147. Kurzmeldung (23:56 Uhr MEZ)
Wir bleiben nun stehen um ein bisschen zu schlafen.
Aktuelle Position: N 65°20.164 / W 172°12.642
07.03.2010: 148. Kurzmeldung (01:33 Uhr MEZ)
9 Uhr. Das Wetter ist besser. Die Sicht beträgt ca. 60-80 m, weniger Wind, weniger Schnee.
Nachdem wir nun mehrere Stunden geschlafen haben, werden wir nun weiterfahren.
Unsere Position: N 65°20.891 / W 172°12.383
Haben eben zwei Jäger mit einem russischen Snowmobil getroffen, die auf einem angehängten Schlitten ein Jagdboot aus Walrosshaut hatten. Genial, aber krass dass sie damit wirklich ins Wasser gehen. Die Person muss einigermaßen leicht sein, die Paddel sind kaum 10 cm breit. Interessant wie sie da noch Robben reinholen wollen.
12.30 Uhr. Wir nähern uns weiter Lorino. Heftige Schneewehen erschweren das Vorwärtskommen erheblich. Immer wieder müssen wir den Trailer von F1 abhängen, mit F1 und Sandblechen einen Weg machen, alles wieder verladen, anhängen, und weiter.
Aktuelle Position: N 65°23.002 / W 172°11.084
07.03.2010: 149. Kurzmeldung (05:01 Uhr MEZ)
Eben haben wir eine Fischerschutzhütte bei N 65°24.934 / W 172°09.521 erreicht. Dort trafen wir auf zwei Jägertrupps aus Lorina, die Seehunde jagten. Herzliche Begrüßung. Wir haben jetzt noch ca. 25 km nach Lorino. Jetzt rasten wir kurz, dann nachtanken, dann kämpfen wir uns weiter.
07.03.2010: 150. Kurzmeldung (07:26 Uhr MEZ)
18 Uhr. Wir haben einen spirituellen Platz der Tschuktschen bei N 65°27.359 / W 172°06.597 erreicht. An diesem Platz auf der schmalen Landzunge, auf der wir gerade fahren, ragen Walknochen meterhoch in die Höhe.
Aufgestellt als spirituelles Mahnmal und Gedenkmal. Hier bringt man Opfer wie Victor mir erklärt. So auch wir. Als Vertreter für uns alle ging Victor mit gutem Essen - Lieblingsschokolade, Brot, etc. - um die Knochen und warf/legte den Göttern diese Speisen zur Besänftigung zum Essen vor. Ob es hilft sehen wir. Als Victor wieder ins Auto steigt und einen Moment sitzt, fällt sein Messer, das er fest vor sich ins Armaturenbrett gesteckt hat in den Fußraum. Eigentlich geht das nicht.
Auch nicht wenn man daran zieht und er hatte es zuvor auch nicht berührt. Komisch. Es ist das erste Mal dass es fällt und er meint es ist ein Zeichen, die Götter haben uns gesehen und okay gesagt.
Nun steigt auch Rudi aus, will den Ort selbst besuchen. Eine ganze Zeit steht/verharrt er mit dem Rücken zu uns, sieht in die Ferne.
Vielleicht ist dies wirklich ein magischer Ort.
Mittlerweile ist es dunkel geworden. Keiner spricht ein Wort. Weder im Auto, noch über Funk. Jeder geht seinen eigenen Gedanken nach und irgendwie ist es als stünde die Expedition auch in den Köpfen für einen Moment lang still.
Ich werde hier ein wenig schlafen.
07.03.2010: 151. Kurzmeldung (09:00 Uhr MEZ)
Nach ermüdendem ungefähr 40 Mal Trailer ab-/anhängen, Spur machen, zurückfahren, etc. auf den letzten 5 km haben wir nun den äußersten Zipfel einer Landzunge bei N 65°29.027 / W 172°04.992 erreicht. Damit sind wir nun ca. 15 km vor Lorino. Wir müssen nun ca. 1-3 km über Meereis fahren um auf die andere Landzunge zu kommen. Das hängt jedoch von der Eissituation ab. Bei Nacht gehen wir das jetzt nicht mehr an. Wir warten Tageslicht ab.
Team okay, Kraftstoffreserven okay. F1 Motor stottert wegen Kraftstoffzufuhrproblemen, bei nächster Gelegenheit muss die Benzinpumpe gereinigt werden. Außerdem haben wir heute eine überhitzte Servolenkung gehabt, Luft im System. Das muss in dem Zug, wenn die Achse am F2 geschweißt wird mit repariert werden.
Wir legen uns jetzt schlafen. Es war ein harter Tag.
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PNY Tagesbericht 2.-4. März 2010
BlueGerbil | 4. März 2010 20:4702.03.2010: 137. Kurzmeldung (21:45 Uhr MEZ)Übel, übel.
Gestern Abend stellten wir fest dass am F1 nach einem Knacken hinten links vier von fünf Stehbolzen abgerissen waren. Bei genauerer Betrachtung waren die rechten dann auch lose und die am F2 auch. Alle Bolzen hatten sich in den Spurverbreiterungen gelockert, waren ausgebrochen. Die brauchen wir aber, weil die Herstellerfirma, die ursprüngliche Umbaufirma, die Beadlockschlauchlöcher falsch in die Felgen gebohrt hat. Das mit Reifen runter und rauf im Schnee, mit Umbau Reserverad, etc. bescherte uns 12 Stunden Arbeit unter härtesten Bedingungen. Denn gegen 19 Uhr setzte ein Blizzard ein. Übel, übel, übel.
Dazu kam plötzlich ein Gestank im F1, der wie faule Eier roch. Wir räumten das ganze Auto aus (ihr macht euch kein Bild davon wie heftig das unter den Bedingungen ist), Schnee im/unter/über/am Auto, in den Kleidern, im Equipment, alles alles voll mit Schnee. Schließlich fanden wir, dass die hintere rechte Batterie einen inneren Kurzschluss hatte, extrem heiß war und zu platzen drohte. Wir bauten sie aus.
Kann grad nicht mehr schreiben. Wir sind fix und fertig. Um uns herum tobt weiter der Sturm aber wir sind jetzt abfahrbereit. Draußen ist es kaum auszuhalten. Manche hatten mit beginnenden Erfrierungen im Gesicht und an den Händen zu kämpfen. Wir passten gegenseitig auf dass keine großen ungeschützten Stellen da waren und hatten alles an Schutzkleidung an was geht.Hoffen weiter zu kommen. Schneeverwehungen binnen Minuten. Krass.
03.03.2010: 138. Kurzmeldung (06:26 Uhr MEZ)
11 Uhr. Fahren seit einiger Zeit bei einer Sicht von 5-10 Meter. Nur das GPS navigiert.
Aber wir müssen weiter. Der Blizzard jetzt ist nur der Vorgeschmack auf die beiden Orkantiefs, die in spätestens zwei Tagen beginnen hintereinander auf uns zu treffen. Wir versuchen einen alten Vestichottrack zu halten. Derzeit haben wir 1.300 l Kraftstoff und Verpflegung für 14 Tage an Bord um rein rechnerisch Stürme mit laufenden Motoren bis zu 14 Tagen in der Tundra zu überstehen. Plus absolute Notreserve vier Tage ausschließlich Innenraumheizung durch Webasto. Danach wird es nur sehr schwer werden weiter zu kommen, weil die Tiefs Schnee bringen.
Das Team ist wohl auf und stark. Keine bleibenden Schäden von Froststellen. Alle Erfrierungen aufgetaut und Gefühl zurück.16 Uhr. Nichts geht mehr gerade. Sicht null. Heftiger Blizzard. Keine Möglichkeit weiter zu fahren. Haben beide Wagen parallel gestellt, einen Zeltschutz vorne um die Wagen gebaut um die Motoren etwas zu schützen.
Werden jetzt etwas essen und uns dann hinlegen. Hoffentlich lässt der Sturm in der Nacht nach, dann brechen wir wieder auf.Im Moment befinden wir uns ca. 60 km vor Lorino bei N 65°09.595 / W 172°12.403.
Das Iridium funktioniert. Wir sind per Telefon, Fax und E-Mail erreichbar. Alles okay. Hoffentlich stecken wir hier nicht ewig fest.









03.03.2010: 139. Kurzmeldung (19:16 Uhr MEZ)
4 Uhr. Es stürmt immer noch wie verrückt. Die Schneewehen um uns herum sind mittlerweile wie eine Sandburg. Eisige Kälte ohne Windberücksichtigung -30°C. Bei dem Wind dürfte das locker -40°C oder mehr bedeuten. Die Handschuhe können wir jedenfalls nur für ein paar Sekunden ausziehen. Mussten eben unter Anderem nachtanken und die Luftansaugstutzen mit Stoff umwickeln. Letzteres weil ansonsten Schnee eindringt und das schlecht für Motor und Heizsystem ist. Die Aktion ist krass bei den Gegebenheiten. Binnen Sekunden bist du voll von umher wirbelndem Schnee; an den Augenwimpern bilden sich Eiszapfen als wollten sie bis zum Kinn wachsen.
Unmittelbar als wir ausstiegen bemerkte ich einen Geruch nach Verschmortem. Sofort fingen wir alle an zu suchen. Ich erinnerte mich an Jakutsk, wo wir ebenfalls in einen starken Blizzard gerieten und Eis die Lüftermotoren blockierte und der Lüftermotor durchbrannte. Dasselbe war jetzt wieder der Fall als wir die Motorhaube von F2 öffneten. F2 hat somit wieder Arbeit für uns bevor wir weiterfahren können.
Haben die Autos jedoch erst mal weiter eingegraben; untenrum mehr oder weniger dicht gemacht mit Schnee. Das wird kein Spaß beim Ausschaufeln. Kerle, Kerle.
Fahrzeuge laufen ansonsten, auch wenn sie nicht dicht sind (bei derart heftigem Schneesturm dringt Schnee durch die Ritzen/Dichtungen - ist wie in der Wüste, der Sand findet auch überall seinen Weg).Ansonsten ist das Team wohl auf, alles ok.
Position unverändert: N 65°09.594 / W 172°12.404
04.03.2010: 140. Kurzmeldung (08:31 Uhr MEZ)
Gefangen im Blizzard harren wir der Dinge.
Das ist nicht wirklich schön und braucht Nerven. Der Sturm reißt an den Wagen, dem Schutz, den Aufbauten. Wir sehen fast nichts, die Kleidung ist nass, teilweise vereist, die Füße kalt, der Innenraum zum umziehen mit dicker Kleidung eher klein und wer denkt „Na ja, die liegen jetzt faul seit über 30 Stunden im Auto rum“, weit gefehlt.
Zuerst stieg die Temperatur bei F2 an, der ja aktuell ohne Lüfter ist, da wir die Reparatur bei dem Sturm nicht durchführen konnten. Dann streikten nacheinander die Innenraumventilatoren beider Wagen, was echt ärgerlich war, denn dann fehlt F2 die letzte Kühlungsmöglichkeit für den Motor und im F1 wird es auch saukalt.
Nachdem wir die Handschuhfächer ausgebaut hatten, fanden wir raus, dass die Ventilatoren - trotz dass wir die Lufteinlässe komplett mit Stoff verschlossen haben - bis oben mit Schnee voll standen. Dadurch gelangt Schnee und Eis in die Ventilatoren und droht diese zu blockieren. Ich begann gerade damit mir gedanklich einzelne Gelenke auszukugeln um anschließend akrobatisch vom Fahrersitz über Victor, den Beifahrersitz und zwischen allen Computern, etc. hindurch kopfüber in den Beifahrerfußraum zu tauchen, dann während mir das Blut ins Hirn strömt den Ventilator von unten auszubauen, als Victor eine gute Idee hatte.
Da es zwischenzeitlich saukalt im Auto war (Lüfter war ja aus), hatten wir die Webasto Standheizung zugeschaltet. Das Ding bollert ohne Ende Hitze raus und ist dermaßen genial, dass wir mit zwei Heizschlauchverlängerungen (die hatte ich zur Sicherheit nach Egvekinot mitgebracht) und der Idee von Victor die heiße Luft so umlenkten, dass wir den Luftstrahl direkt auf die Heizungseinheit im Armaturenbrett lenkten. So taute das Eis binnen Minuten und wir haben wieder Lüfterfunktion, die Heizung geht. Die Motortemperatur am F2 lässt sich so steuern nachdem wir die Reparaturmethode auch am zweiten Fahrzeug anwendeten.
Mittlerweile nehmen wir den Heißluftstrahl der Webasto auch zum Wasser anwärmen. Es kocht zwar nicht, wird aber richtig heiß. Genial.
Ansonsten ist da immer die Angst dass das nächste Bauteil diese Extreme nicht aushält. Die Schneewehen türmen sich, F2 müssen wir rechts alle paar Stunden wieder freischaufeln, weil sonst die Türen nicht mehr aufgehen. Wir kratzen das Eis und den Schnee innen von den Türen, verrenken uns die Füße um sie an den Luftaustritten oben zu wärmen, da unten zu schwach und der Fußraum um null Grad usw. Also nichts für schwache Nerven. [/quote]
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Das große Sterben…
BlueGerbil | 2. März 2010 22:38…geht leider weiter bei unseren Rennmäusen. Heute morgen lag Nero tot in seinem Käfig - der schwarze Rennmausmann war auch über 3 Jahre alt, so das das nicht wirklich überraschend kam.

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PNY Tagesbericht 28. Februar - 01. März 2010
BlueGerbil | 1. März 2010 23:4028.02.2010: 131. Kurzmeldung (00:22 Uhr MEZ)
Sind seit 24 Stunden auf dem Eis der Bucht. Es ist eine unglaubliche Plackerei. F1 und F2 sind total in Wasserfallen eingebrochen. 200 m in 13 Stunden. So ein Mist…
Aus der heftigsten Wasserfalle konnten wir uns befreien. Wir haben seit gestern 10 Uhr morgens nicht geschlafen. Das Team ist wohl auf und mental stark.
Weiter geht’s.
28.02.2010: 132. Kurzmeldung (19:13 Uhr MEZ)
Nun haben wir seit 36 Stunden ununterbrochen durchgearbeitet. Wir sind wie beschrieben genau in die Wasserfallen rein und mussten uns daraus befreien vor dem man uns warnte. Aber einen anderen Weg als durch die Bucht gibt es nicht. Deshalb müssen wir versuchen durchzukommen.
Besonders das Winchen mit F1 ist neben dem ewigen Schaufeln und Sandbleche schleppen kräftezehrend. Um F1 winchen zu können brauchen wir einen Eisanker. Dieser besteht aus einem ca. 80 cm langen, runden Holzstück um dessen Mitte das Winchseil geschlungen wird. Dann versenken wir das Holzstück quer zur Zugrichtung in einem Schneeloch, das wir vorher bis auf die Eisfläche runtergegraben haben. In dieses ca. 80-100 cm tiefe Loch rammen wir dann noch drei Eisstangen um das Holzstück zu sichern und schlagen diese so tief wie möglich in das Eis auf dem das Holz liegt. Da Wasser auf dem Eis steht ist dies eine nasse Angelegenheit. Die Handschuhe frieren in Sekunden.
28.02.2010: 133. Kurzmeldung (22:29 Uhr MEZ)
6 Uhr. Wir brechen auf nachdem wir nun zumindest einige Stunden geschlafen haben. Es sind -35°C. Daher hoffen wir dass das Wasser etwas mehr gefroren ist und wir fahren können anstatt zu winchen.
01.03.2010: 134. Kurzmeldung (07:22 Uhr MEZ)
Aktuell befinden wir uns bei N 64°51.821‘ / W 172°43.365‘.
Nachdem wir gestern Abend noch beide Wagen und beide Trailer zumindest zusammen auf ein sicheres Stück “Wasserschnee” gestellt hatten, fielen wir in Tiefschlaf. Als wir abends noch Besuch von zwei Skidoofahrern und von Vladimir und Jefgeny aus Providenia erhielten, bekam zumindest ich das nur noch im Halbschlaf mit.
Heute lief es dann besser nachdem die tiefen Temperaturen der Nacht das Sulzgemisch hatten weiter frieren lassen. Die neuen Wrangler MTR‘s konnten wieder mal ihre Stärken ausspielen und uns vorwärts bringen.
Bedingt wird dieser Wasserschnee übrigens durch drei große Risse, die jedes Jahr in der Bucht entstehen. Zwei verlaufen quer zur Bucht, einer parallel. Auf den Fotos, die wir senden werden ist der Dritte zu erkennen. Die Risse sind ca. 40-60 cm breit. Der dritte Riss z.B. hatte nur eine Eisstärke an einer Stelle von rund 10 cm.
Was uns heute aufhielt waren Seehundlöcher. Seehunde brauchen Luft zum Atmen. Da aber alles gefroren ist, hat sich die Natur ein klasse Instrument einfallen lassen und die Tierchen mit “Superpuste” ausgestattet. Mit ihr “hauchen” sich die Seehunde Löcher in das Eis um an die frische Luft zu kommen. Es entstehen mehr oder weniger kreisrunde Löcher, die sich natürlich mit Wasser füllen. Schneit es lange, wehen die Löcher zu und es entsteht eine trügerische Schicht.
Etliche von den Dingern haben wir heute erwischt. Mal mit dem Vorder-, mal mit dem Hinter-, mal mit dem Anhängerrad. Hier muss es von den Kollegen nur so wimmeln.
Fährt man mit genügend Speed drüber und bricht ein, reißt es einem die Achse raus, da die Löcher mit dem Wasser/Schnee darüber ein Loch von insgesamt gut 1,5 x 1,5 Metern entstehen lassen. Also schön langsam, dann bricht zwar ein Rad ein, man macht sich aber nichts kaputt.
Steht man an einem solchen Loch und versucht es zuzuschaufeln um dann Sandbleche drüber zu legen, kann es sein dass man mit dem nächsten Spatenstich schon das nächste findet und mit den Füßen einbricht und sich wundert warum “Mann” plötzlich 60 cm tiefer steht (so geschehen).
01.03.2010: 135. Kurzmeldung (07:30 Uhr MEZ)
17 Uhr. Soeben haben wir wieder Festland erreicht und damit Jandrekinot. Super geil!
Wir sind alle froh diese lange Bucht geschafft zu haben. Starkes Team!
Sofort wurden wir von einem Skidoo empfangen, ein Vater mit zwei Jungs. Unmittelbar danach erreichte uns der Ortspolizist. Wir wurden ebenfalls sehr freundlich begrüßt, die Papiere kontrolliert. Alles okay.Jetzt fahren wir an den Ort um dann sofort wieder aufzubrechen. Das Wetter ist super, wird aber schlimm. Wir erwarten laut den genialen und derart genauen Wettervorhersagen des Deutschen Wetterdienstes zwei Orkane, die uns treffen werden. Einer beginnt am Freitag. Bis dahin wollen wir schon ein gutes Stück Richtung Lavrentia geschafft haben.
Wir versuchen in jedem Fall eine Siedlung vor Lavrentia zu erreichen. Schaffen wir das nicht, müssen wird die Orkane im Auto aushalten.Mal sehen wie schlimm die Strecke wird.
01.03.2010: 136. Kurzmeldung (19:06 Uhr MEZ)
3 Uhr. Wir kommen nicht schlecht voran. Wir haben einen kleinen Pass hinter Jandrekinot geschafft und drei Stunden geschlafen. Da wir aber das Wetter nutzen müssen fahren wir schon wieder. Wir schlängeln uns nun zwischen zwei kleinen Bergketten und irren Schneeverwehungen hindurch, die hart sind wie Beton.
Aktuelle Position: N 64°58.172 / W 172°25.621
Das Team ist wohl auf.
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PNY Tagesbericht 27.-28. Februar 2010
BlueGerbil | 28. Februar 2010 20:2327.02.2010: 129. Kurzmeldung (10:14 Uhr MEZ)F1 ganz heftig in Schnee eingebrochen. Über einen Meter versunken. Grundsol, darunter Wasser. Wir haben drei Stunden gebraucht um ihn rauszubekommen.
Wir stehen noch an der Stelle und versuchen irgendwie über den Riss zu kommen, der darunter zu sein schein. Mit Sandblechen krabbeln wir halben Meter für halben Meter vor. Ohne Sandbleche geht nichts mehr. Wir schaufeln, winchen, ziehen, etc. Eine Plackerei ohne Ende.
Eben dann ein wenig russische Romantik als wir mit einer Brennlampe Feuer machten, einen Tee kochten (Kaffee auch), Brot schnitten, Zwiebeln und Wurst aßen. Genauso wie russische Soldaten das eigentlich machen, wie wir erfuhren.
Jetzt versuchen wir weiter zu kommen. Am besten ist wenn man vergiss dass man hier mit 16 Tonnen auf Eis mitten in einer Bucht steht. Dann geht es. Denkt man daran wird einem schon mal mulmig, obwohl die Dicke bei ca. 80 cm liegt.
Eben hat auch der Wind etwas nachgelassen, was dazu führte dass die Schneeflocken am Boden bleiben und nicht aufgewirbelt wurden. Wir konnten in der Ferne für ein paar Minuten immer mal wieder die Lichter von Jandrekinot sehen.[/quote]
27.02.2010: 130. Kurzmeldung (11:24 Uhr MEZ)
Wie läuft das ab was wir gerade machen?
Reifen 0,1 vorne und 0,2 hinten.
Zuerst versuchen wir F1 mit Schaufeln und Sandblechen irgendwie über die Tiefschneefelder zu bekommen. Meter für Meter. Dann winchen wir den F1 Trailer mit der hinteren Winde des F1 im Abstand von gut 80 Metern bis auf 40 Meter an F1 ran. Dann benutzen wir den F1 Trailer als Winchpunkt für das F2 Gespann und helfen auch hier mit den Sandblechen, da F2 sonst ebenfalls einbricht. Plackerei, aber nur so geht‘s.
Ohne das geniale Windensystem vorne und hinten mit Umsteckwinden: null Komma null Chance. Die auf Einachsbetrieb mit Kufe vorne umgebauten Anhänger sind auch nur so hier durchzubringen. Der Umbau hat sich gelohnt. Das Material von Roka und BPW ist einfach spitze. [/quote]
[quote][b]28.02.2010: 131. Kurzmeldung (00:22 Uhr MEZ)[/b]
Sind seit 24 Stunden auf dem Eis der Bucht. Es ist eine unglaubliche Plackerei. F1 und F2 sind total in Wasserfallen eingebrochen. 200 m in 13 Stunden. So ein Mist…
Aus der heftigsten Wasserfalle konnten wir uns befreien. Wir haben seit gestern 10 Uhr morgens nicht geschlafen. Das Team ist wohl auf und mental stark.
Weiter geht’s.
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PNY Tagesbericht 24.-27. Februar 2010
BlueGerbil | 27. Februar 2010 06:4024.02.2010: 121. Kurzmeldung (09:03 Uhr MEZ)
Autos und Trailer soeben fertig. Haben derzeit jedoch unerwartet und heftig eine andere, sehr schwere Prüfung zu durchstehen. Das Team ringt. Morgen der Tag wird denke ich eine Entscheidung bringen. Schwere Zeit.
25.02.2010: 122. Kurzmeldung (12:53 Uhr MEZ)
Die Prüfung ist vorüber. Das Team hat gerungen, sehr hart gerungen. Einen Crack im Miteinander zweier Menschen haben wir trotz aller Freundschaft, die unser Team verbindet und weiter verbinden wird, nicht kitten können. Nun, nach so langer Zeit des Kämpfens, Harrens, Wartens und harten Arbeitens wird es eine Teamänderung geben. Jefgeny Konstantinov wird nach Moskau zurückkehren, Konstantin Savva wird in das Einsatzteam zurückkommen. Es wird teamintern bleiben was geschah, aber Jefgeny hat sich diese Entscheidung sehr schwer gemacht. Er hat lange mit sich gerungen, am Ende stand jedoch der Flug zurück.
Mein guter Kamerad, ich danke dir für die gemeinsame Zeit, für die top Navigation, selbst im absoluten Blindflug, deine Ruhe, die Zuverlässigkeit, die Partnerschaft. Jefgeny, du warst ein top Partner. Ich bedauere dass du nicht weiter mit kannst.
Das Team wird morgen früh aufbrechen.
26.02.2010: 123. Kurzmeldung (05:43 Uhr MEZ)
12 Uhr. Nach toller offizieller Verabschiedung vor der Administration, von vielen vielen Menschen und Freunden sind wir aufgebrochen.
13 Uhr. Achsschaden am F2 Trailer. Wir haben 4 Stunden gebraucht, sind wieder fahrbereit. Das Radlager mitsamt Trommel war abgebrochen und ein komplettes Rad hatte sich verabschiedet. Aus Providenia haben wir mit Hilfe von Alexander ein Ersatzteil von Aletr Achse geholt. In der Zwischenzeit haben wir alle anderen Achslager kontrolliert und nachgestellt. Die schwierigste Geschichte war es, den in den Schnee eingesunkenen Trailer einseitig anheben zu können.
17 Uhr. Weiter geht‘s!
26.02.2010: 124. Kurzmeldung (07:51 Uhr MEZ)
Haben soeben New Chaplena erreicht. Wir fahren aber sofort weiter um das Nachtlicht (sehr gute Sicht mit Mondlicht) und die eisigen Temperaturen bis -35°C auszunutzen. Wir hoffen dass der tiefe Schnee, der jetzt 20 km bis zur Bucht kommt, in der Nacht mehr gefriert und uns trägt.
26.02.2010: 125. Kurzmeldung (10:58 Uhr MEZ)
Steckten für ca. 1,5 Stunden heftig fest. Wir mussten uns von der Doppelbereifung trennen, da die Felgen kaputt gingen. Im Moment befinden wir uns im Tiefschnee zwischen New Chaplena und der Sinavinslkie Bucht. Begleitet werden wir von unseren beiden Skidoofahrern Vladimir und Konstantin.
Die drehen allerdings jetzt ab, fahren zurück nach Providenia um dort zu schlafen. Morgen früh kommen sie wieder zu uns. Als neuer Teamkollege und Ersatzmann für Jefgeny bis nach Lavrentia ist Valerie Borisovitsch, unser Freund aus Providenia im Auto von Rudi. Victor fährt bei mir mit.
27.02.2010: 126. Kurzmeldung (00:32 Uhr MEZ)
08.30 Uhr. Haben uns gestern noch bis 2,5 km vor die Bucht gekämpft. Dann haben wir erschöpft angehalten um zu schlafen. Das Wetter ist okay, am Boden Winde mit Verwehungen (wir stehen in einem Tal. Da machen Fallwinde noch mehr zu schaffen), Himmel ist klar. Wir sehen die Bucht von unserem Standplatz schon (also da wo sie sein müsste wenn es Wasser wäre) und hoffen die letzten beiden Kilometer noch einigermaßen zu überwinden. Dann sehen wir wie wir aufs Eis kommen.
27.02.2010: 127. Kurzmeldung (04:30 Uhr MEZ)
15 Uhr. Bucht erreicht. Nach kurzem Stopp zum Anlegen von Schutzkleidung sind wir wieder aufgebrochen. Mal sehen ob das Eis trägt. Der Einstieg war okay. Der Riss mit Wasser ist mittlerweile wieder gefroren. Sehr gut.
27.02.2010: 128. Kurzmeldung (06:23 Uhr MEZ)
16.30 Uhr. F2 ist eingesunken. Das Wasser drückte in die rechte Spur. Es musste schnell gehen. Wir haben es mit einem sehr langen Seil am F1 Trailer geschafft und mit winchen winchen winchen. Jetzt fahren wir wieder.
17.30 Uhr. Ein Skidoofahrer dreht wegen Unterkühlung ab und kehrt nach Providenia zurück. Winchen und krabbeln weiter vorwärts auf tiefem Schnee auf Eis. Erster Gang Kriechgeschwindigkeit.
Noch 34 km nach Jandrekinot.
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PNY Tagesbericht 22. Februar 2010
BlueGerbil | 23. Februar 2010 06:1922.02.2010:Die Reparaturen nehmen noch mehr Zeit in Anspruch als geplant. Eine Tücke sind immer wieder die Werkzeuge. Anstelle von Spezialwerkzeugen behelfen wir uns mit immer neuen Ideen, die aber erst mal durchdacht und umgesetzt werden müssen, um die fehlenden Spezialwerkzeuge zu ersetzen. Das Improvisieren nimmt einfach einen Haufen Zeit in Anspruch. Grundsätzlich kommen wir jedoch voran. Wenige restliche Arbeiten sind noch auszuführen, u.a. die Hinterachse des F1.
Hoffentlich schaffen wir es morgen die Testfahrt zu machen, dann würden wir ganz früh am Mittwoch aufbrechen.Wen es interessiert was wir alles zu reparieren, instandzusetzen, anzufertigen, neu zu erfinden und umzubauen hatten/haben, hier mal die grobe Liste der Arbeiten, die wir durchführten/-führen:
F1 mit Trailer1:
- Hauptstecker elektrischer Stab instand gesetzt und abgedichtet
- Achslagerspiel vorne rechts und links und hinten rechts und links eingestellt und Freilaufnabe vorne links instand gesetzt
mit Blechdosendeckel
- Hebescheren an Fahrzeugen befestigt
- Stabillager vorne rechts und links befestigt
- Lenkungsbock und Panardstabgegenlager konstruiert und eingeschweißt/Rahmenaufnahme gerichtet und geschweißt
- Vordere untere Federaufnahmen gerichtet und geschweißt
- Durchgeschliffenen Rahmen vorne rechts und links geschweißt
- Sämtliche Schrauben nachgezogen und befestigt
- Doppelbereifungssystem umgebaut und auf Felgenbetrieb umgerüstet
- Auspuffhalter geschweißt
- Auspuffhosenrohr rechts und links befestigt
- Servopumpe und beide Servoleitungen erneuert
- Rillenriemen, Spanner und Umlenkrolle erneuert
- Stromversorgung und Antennenkabel für Notfunkgerät instand gesetzt
- Panardstablager erneuert
- Ölwanne verstärkt, weil die Achsen anschlugen
- Oberen rechten und linken Anlenkarm hinten Verstärkungen aufgeschweißt und Gummilager aus Isolatoren neu gebaut
- Hinterachsreparatur durchgeführt/Differential erneuert
- 2 Doppelreifenkäfige gerichtet
- 3 Beadlockschläuche erneuert
- 2 Reifenventile erneuert
- Schwimmreifengröße angepasst
- Oberes vorderes Achslager abgeflext und verkleinert
- Batterien geladen- Anhänger komplett entladen und beladen, auf Einachsbetrieb umgebaut, Pontons und Halter versetzt, Rahmen
umgeschweißt, Zugdeichsel neu konstruiert und ausgetauschtF2 mit Trailer2:
- Panardstabaufnahme und Stabilisatoraufnahme und Federanschlagaufnahme hinten rechts gerichtet
- Abgerissene Bremsleitung vorne rechts erneuert
- Vorderachshälfte rechts erneuern
- Achslagerspiel vorne rechts und links und hinten rechts und links eingestellt
- Hebescheren an Fahrzeugen befestigt
- Stabillager vorne rechts und links befestigt
- Lenkungsbock und Panardstabgegenlager konstruiert und eingeschweißt/Rahmenaufnahme gerichtet und geschweißt
- Vordere untere Federaufnahmen gerichtet und geschweißt
- Durchgeschliffenen Rahmen vorne rechts und links geschweißt
- Sämtliche Schrauben nachgezogen und befestigt
- Doppelbereifungssystem umgebaut und auf Felgenbetrieb umgerüstet
- Auspuffhosenrohr rechts und links befestigt
- Servopumpe und beide Servoleitungen erneuert
- Rillenriemen, Spanner und Umlenkrolle erneuert
- Panardstablager erneuert
- Ölwanne verstärkt, weil die Achsen anschlugen
- Oberen rechten und linken Anlenkarm hinten Verstärkungen aufgeschweißt und Gummilager aus Isolatoren neu gebaut
- 1 Doppelreifenkäfig gerichtet
- 1 Beadlockschlauch erneuert
- 3 Reifenventile erneuert
- Schwimmreifengröße angepasst
- Oberes vorderes Achslager abgeflext und verkleinert
- Batterien geladen- Anhänger komplett entladen und beladen, auf Einachsbetrieb umgebaut, Pontons und Halter versetzt, Rahmen
umgeschweißt, Zugdeichsel neu konstruiert und ausgetauschtDazwischen die Autos mit Lufthakenseilbrückenhängetechniken x-mal freischwebend über der Grube und mit waghalsigen Konstruktionen um- und aufgebockt, nachdem wir vorher rund 30 Holzstücke aus dicken Balken mit einem Fuchsschwanz (Handsäge) geschnitten hatten.
22.02.2010: 120. Kurzmeldung (11:39 Uhr MEZ)
Beide Testfahrten erfolgreich durchgeführt!!!
Anhängertests ebenfalls erfolgreich!!!Beginnen nun mit dem Beladen der Wagen.
Wird wieder eine lange Nacht. Morgen dann tanken, Wohnung räumen, Vorräte einkaufen, restliche Dinge laden, Abschlussmeetings mit Personen des öffentlichen Lebens und Helfern, dann schlafen.
Werden wenn Wetter weiter okay ist, am Mittwoch früh aufbrechen.
Leider entstand am Einstieg zur 60 km langen Bucht schon ein großer Riss, der mit Wasser gefüllt ist. Außerdem erwartet uns wohl sehr viel Schnee, wie wir heute wieder erfuhren.
Mal sehen.
Categories: Extrem Events
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Zuwachs…
BlueGerbil | 21. Februar 2010 14:32…gab´s bei unseren Mäusen - aus dem Darmstädter Tierheim bekamen wir Checker, einen ungefähr einjährigen, männlichen Kragenschecken. Laut der Unterlagen des Tierheims ist´s ein braunes Weibchen, sei´s drum, Ahnungslosigkeit im Umgang mit Rennmäusen erlebt man ja an allen Fronten.

Categories: Rennmäuse
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Den Sissy-Part…
BlueGerbil | 20. Februar 2010 23:02…übernahm ich beim gestrigen Kletter-Cache in der Nähe von Roßdorf. Während ich die 6-Meter-Leiter wie beim THW gelernt per Fußpunktsicherung ordentlich sicherte und Renate mit der Kamera umhersprang, holte Lothar den Cache “Nussbaum oder Rossbergblick?” bei bestem Wetter aus seinem Versteck in luftiger Höhe.


Der Fund dieses Caches ist ein weiterer Schritt auf meinem Weg zum “Well round cacher” (Danke, die Witze auf Grund meiner Körperfülle sind an dieser Stelle fast zwangsläufig!), da er einen Schwierigkeitsgrad von D=2 und T=4.5 aufweist und somit eine weitere leere Stelle in meiner persönlichen Schwierigkeitsmatrix füllt.

Categories: Geocaching
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Das letzte Wort hatte...