Team GeoJeeper - Alpentour 2009 - Tag 4
BlueGerbil | 7. September 2009 23:24
Eigentlich war für heute Pässehopping südlich von Briancon angesagt - 400km sollten es werden mit großen Namen wie Col de Vars, Bonette, Parpaillon u.ä., aber nach der gestrigen Fahrerei kam diesbezüglich leichte Unlust auf. Wir schliefen aus, fuhren über den wunderschönen Col de Echelle erstmal nach Briancon, frühstückten bei Mc Donalds, deckten uns im Supermarkt mit frischem Futter ein und machten anschließend einen Stadtbummel durch die “Oberstadt”, dort speziell durch die “Murmeltiergasse” - leider hatten viele Geschäfte schon geschlossen und so kamen wir heute nicht zu den angedachten Souvenirs.



Wir fuhren ins Val de la Claree, um dort zwei Geocaches zu heben. Der Erste führte uns zu einer wunderschönen Grotte, der zweite in Richtung des Talendes mit toller Aussicht auf das Tal und den Col de Echelle - über selbigen fuhren wir zurück nach Italien, hielten kurz an “unserem” Campingplatz, hoben in Melezet einen weiteren Cache, tankten in Bardonecchia und starteten dann den späten Aufstieg zum Col de Sommeiller, einem weiteren Highlight der Tour.



Die Route auf den Col de Sommeiller führt von Bardonecchia aus kommend durch das bewaldete Tal von Rochemolles, vorbei am dortigen Stausee und dem Abzweig zum bewirtschafteten Rifugio Scarfiotti, durch eine Vielzahl von Serpentinen sowie über eine Hochebene (Pian dei Morti) bis zur eigentlichen Passhöhe auf etwas über 3.000m Höhe. Der anschließende, motorisierte Weiterweg zum Fahnenhügel mit 3.035m Höhe ist dank dem Verhalten einiger Idioten in der Vergangenheit gesperrt. Die Auffahrt verlief wie erwartet problemlos, die Piste ist in gutem Zustand. Hierbei wurden wir stets von den schrillen Pfiffen der Murmeltiere begleitet. Die ursprünglich geplante Übernachtung auf dem Pass hatten wir abgeblasen, da wir keine Lust hatten, unser Camp täglich ab- und wieder aufzubauen. Außerdem hatten Timo und ich dieses “coole” Erlebnis ja schon letztes Jahr - die Nacht bei ca. -15° C vergesse ich sicherlich nicht so schnell.



Zu Fuß erklommen wir den Fahnenhügel und Björn loggte den dahinter liegenden Cache - Timo und ich taten das bereits im Vorjahr. Wir verbrachten dort oben wohl eine halbe Stunde, beobachteten das schwindende Sonnenlicht und das grandiose Panorama und als uns dann langsam kalt wurde zogen wir uns zu den Fahrzeugen zurück, um einen Happen zu essen - das exotische Highlight an dieser Stelle war sicherlich mein koreanisches Kimchi - scharfer, eingelegter Kohl aus der Dose, nicht unbedingt eine lokale Spezialität, aber es mundete allen Anwesenden - lediglich der uns beobachtende Rabe bekam nix.



Die Rückfahrt über die gut instandgesetzte Piste unterbrachen wir an der Holzbrücke auf ca. 2.400m Höhe - dort machten wir ein gut einstündiges Fotoshooting mit meinem neuen LED-Scheinwerfer sowie Timos LED LENSER X21 Lampe. Schön war´s, Spaß hat´s gemacht und es sind einige sehr eindrucksvolle Aufnahmen entstanden - und ich habe gelernt, das die Nacht mit Sonnenbrille noch viel finsterer ist, wenn man vergißt, diese abzunehmen. Gegen 23 Uhr waren wir dann zurück auf dem Campingplatz und bereiteten uns wieder ein leckeres Abendessen zu, während alle anderen schon schliefen. Diesmal gab´s zweierlei Ziegenkäse mit Brot, Charentais-Melone mit Parmaschinken und gefüllte Oliven als Vorspeise, Merguez mit Kreuzkümmel und Minze als Hauptgang und - wie so oft - briet uns Timo, der Lammzauberer, wieder feinste Lammkotellets. Statt Heineken gab´s zwei Rotweine, die geistreichen Getränke zum Abschluß waren heute bunt gemischt, da wir anfingen, die Reste zu “vernichten”.



Categories: Geocaching, Jeep, Reisen
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